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Mittlerweile haben sich ihre kleinen Kätzchen sicher schon zu richtigen kleinen Tyrannen gemausert, die so leicht nichts mehr aus der Bahn wirft. Nun wird es Zeit fürs Abschied nehmen: Bei den frühreifen Rassen geht es etwas früher ins neue Zuhause, bei den langsamer reifenden Rassen schadet es nicht, wenn sie noch bis zur 16. oder 17. Woche bei Mutter, Geschwistern und Mitkatzen bleiben, denn das soziale Lernen in der Katzengruppe hört jetzt nicht auf. Viele Mütter säugen ihre Kleinen auch jetzt noch und das Kätzchen lernt bei anderen Katzen des Haushaltes auch seine Grenzen kennen. Es ist eben nicht immer erwünscht, wenn man sich auf eine schlafende ältere Katze stürzt und diese ärgert ... aber so lernen die Kätzchen, auch mit einem Faucher zurechtzukommen, was ihnen die Eingliederung in einen neuen Haushalt mit bereits vorhandenen Katzen sehr erleichtert.
Sie werden sich nun vielleicht fragen: Wozu der ganze Zirkus? Insbesondere werden Sie sich diese Frage stellen, wenn sie bislang erst eine oder zwei Katzen haben, die ohne irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten in Ihren Haushalt gekommen sind. Ganz einfach: Es gibt sie, die Katzenkinder, die so überbehütet aufgezogen werden, dass sie außer ihrem Züchter nie eine andere Person gesehen haben, bis sie die Cattery verlassen. Kommen solche Katzen dann in eine "normale" Familie mit Kind und Trubel, sind sie erst einmal für einige Tage auf Tauchstation.
Und wenn die Überbehütung durch Vernachlässigung ersetzt wird ... dann gibt es leider auch die Katzen, die aufgrund von Versäumnissen in der Kinderstube nie oder erst nach vielen Monaten (oder gar Jahren) mit viel Geduld der neuen Besitzer dazu gebracht werden können, ein halbwegs gutes Vertrauensverhältnis zum Menschen zu entwickeln.
Verhaltensgestörte ängstliche Kätzchen sind sicher eher zu erwarten (und da kann man sich auch nicht beschweren), wenn man "Wildlinge" vom Bauernhof oder einer Tierschutzorganisation adoptiert, sie sollten aber nicht vorkommen, wenn man sie beim guten Züchter erwirbt!
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